WISSENSWERTES

Die Mongolei ist ein einzigartiges Reiseziel. In der modernen, lebendigen Stadt Ulaanbaatar erwartet Sie vielfältige Kultur. Um die Stadt herum erstreckt sich die Mongolei auf 1,5 Millionen Quadratkilometern. Hier koexistiert unsere jahrtausendealte Nomadenkultur friedlich mit der sich rasant ändernden Entwicklungen im ganzen Land.

Der unendliche Himmel über der Mongolei und die unermesslich weite, zaunlose Landschaft werden Sie überwältigen, Ihren inneren Abenteuergeist erwecken und Sie Ihren hektischen Stadtalltag vergessen lassen. Die Mongolei ist ein freies, demokratisches Land und ihre Einwohner sind bekannt für ihre Freundlichkeit und ihren geradlinigen Charakter. Dieses Land wird Ihre Seele entfesseln, oder wie die Einheimischen sagen, Ihr hiimori („Windpferd“).

Da die Mongolei riesig ist und es Sie einige Zeit kosten könnte, die Orte und Veranstaltungen, die Sie sehen möchten, zu erreichen, planen Sie Ihre Reise am allerbesten mit einem Reiseveranstalter, der Ihren Aufenthalt so effizient und zufriedenstellend wie möglich gestalten wird.

Wie bei jeder Reise gilt auch für Ihren Urlaub in der Mongolei: Je mehr Sie schon vor der Abreise über Ihr Ziel wissen, desto gelungener wird Ihr Aufenthalt. Die Informationen hier sollen Ihnen als Grundlage für weitere Recherchen dienen. Es gibt einige gute Reisebücher über die Mongolei, in denen Sie Informationen zur Geschichte und Kultur der Mongolei finden, über die Revolution von 1990 sowie unsere dynamische, gebildete, zukunftsorientierte Bevölkerung, über die Verschmelzung asiatischer und europäischer Kultur, unseren traditionellen nomadischen Lebensstil (noch immer ist über ein Drittel der Bevölkerung nomadische Hirten), unser schamanistisches und tibetisch-buddhistisches religiöses Erbe und über all die wilden und wunderschönen Orte unseres Landes. Die Mongolei hat die weltweit geringste Bevölkerungsdichte und ist seit der Zeit Dschingis Khans für ihre religiöse Toleranz bekannt.

Im ganzen Land werden neue, asphaltierte Straßen gebaut. Abseits der Hauptstraßen ist ein Allradfahrzeug allerdings nach wie vor nützlich. Da es entlang der langen Straßen in der Mongolei nicht genügend verlässliche Auto- und Jeepwerkstätten gibt, wird es Touristen nicht empfohlen, ohne Fahrer unterwegs zu sein. Bei Mietwagen gibt es oft einen Paketpreis für Auto und Fahrer. Die besten Fahrer sind diejenigen, die mit den Straßenbedingungen und dem Klima vor Ort vertraut sind und sowohl fahren als auch etwaige Probleme am Auto selbst beheben können. Solche Fahrer werden von Tourismusunternehmen angestellt oder unter Vertrag genommen.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Reiseunternehmen zu beauftragen, wählen Sie und Ihre Reisebegleitung Ihre Route und Unterkünfte aus. Das Reiseunternehmen regelt dann alles Weitere im Voraus für Sie. Beachten Sie bitte, dass der Lebensstil außerhalb der größeren Städte wie Ulaanbaatar sowie den Stadtkernen der Aimag-Zentren eher einfach ist. Das gilt auch für die sanitären Anlagen. Also richten Sie sich schon einmal darauf ein! Allerdings installieren immer mehr Jurtencamps moderne und umweltfreundliche Sanitäranlagen. In der Wildnis schöpfen Sie sich einen kleinen Eimer voll Wasser aus einem See oder Fluss, entfernen sich ein gutes Stück vom Gewässer und machen sich dann sauber. Sie sind schließlich auf Abenteuerreise!

Die Mongolei hat weltweit mit die meisten Sonnentage im Jahr. Trotzdem kann es im Sommer gelegentlich regnen und im Winter manchmal schneien. Die Wintertage sind in der Regel trocken, sonnig und kalt – aber windstill. Die Nässe der Sommerregen trocknet schnell und die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr hindurch niedrig.

Auf dem Land wird Ihr Abenteuergeist voll und ganz geweckt und mit den Geschichten und Fotos, die Sie mit nach Hause bringen, können Sie Ihre ganze Familie und Freunde unterhalten und inspirieren. Auch die Mongolen haben eine wahre Abenteurerseele und es kann passieren, dass Ihnen etwas angeboten wird, das nicht auf Ihrem ursprünglichen Reiseplan steht. Wir raten Ihnen deshalb, eine ordentliche Portion Spontaneität mitzubringen und Ihre ungeplanten Abenteuer in der Mongolei voll auszukosten. Ob wegen einer Laune der Natur oder einem Treffen auf gastfreundliche Menschen – kleine Änderungen Ihres Programms können schnell passieren. Möchten Sie sich partout nicht von Ihrem vorher geplanten Vorhaben abbringen lassen, reisen Sie am besten mit einem erfahrenen Touristikunternehmen, das dann darauf achtet, dass alles nach Plan läuft.

Sich geografisch zu orientieren, ist eine sehr besondere Angelegenheit in der Mongolei. Sie sollten immer eine Landkarte bei sich tragen und die goldene Regel der Steppe befolgen: „Frage, frage, frage jeden, der dir über den Weg läuft.“ Ohne die Kommunikation von Mensch zu Mensch könnte die nomadische Gesellschaft ihre eigene Freiheit in diesem zaunfreien, oftmals unbeschilderten Land nicht bewahren. Ihren männlichen „Ich-weiß-wo-es-langgeht“-Stolz lassen Sie am besten zu Hause, genau wie die Erwartung einer korrekten Straßenbeschilderung. Wenn Sie sich nicht mehr sicher sind, wo es langgeht, werden Sie die nomadische Orientierungskunst kennenlernen. Wenn Sie ein Reiseunternehmen [HILFE BEI DER REISEPLANUNG] sowie einen Fremdenführer in der Mongolei beauftragen, können Sie natürlich sicher sein, dass Sie sich nicht verlaufen.

Während Sie in Ulaanbaatar fast alle internationalen Speisen finden, essen die Hirten auf dem Land das, was sie selbst produzieren oder pflücken. Stellen Sie sich auf reichlich Hammel- und Rindfleisch ein, seltener kommen auch Ziege, Pferd oder Yak auf den Tisch. Fleisch wird in der Regel gekocht oder gedämpft. Von Juni bis Oktober werden wilde Beeren gepflückt und haltbar gemacht. Kartoffeln und Karotten sind die häufigsten Gemüsesorten. Auch Milchprodukte (zum Beispiel Käse oder der getrocknete Quark Aaruul) gibt es in vielen Varianten und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Milchtee ist das Getränk erster Wahl und sehr lecker. Airag ist ein fermentiertes Milchgetränk und hat ein kräftiges, aber dennoch wohlschmeckendes Aroma. Ebenfalls häufig werden Sie in Teig eingewickeltes Hackfleisch finden. Auch Lapsha, eine hausgemachte Nudelsuppe, steht oft auf der Speisekarte. Wilde Beeren werden im Dauerfrostboden vergraben oder anderweitig haltbar gemacht, um den milch- und fleischlastigen Winterspeiseplan der Hirten anzureichern. Geflügel wird nicht gejagt, da die Tiere als Himmelsgeschöpfe angesehen werden. Deshalb kommen Scharen von Zugvögeln in die Mongolei. Das Land ist einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung – über 430 Arten gibt es hier, darunter viele seltene Gattungen. Auch Fisch wird nur selten gegessen, was die großen Forellen- und anderen Edelfischpopulationen in den mongolischen Flüssen und Seen erklärt.

In der Mongolei ziehen Sie sich am besten nach dem Zwiebelprinzip, also in vielen dünnen Schichten, an. Die Mongolei ist ziemlich gebirgig und weist Höhenlagen von 700 bis zu 4.374 Metern auf. Die Hauptstadt Ulaanbaatar liegt auf einer Höhe von circa 1.310 Metern in einem Tal am Tuul-Fluss. In solchen Höhenlagen sinken die Temperaturen nach dem Sonnenuntergang spürbar ab. Die Mongolei ist ein sehr großes Land und obwohl derzeit neue Schnellstraßen gebaut werden, kann es eine Weile dauern, um von A nach B zu kommen – besonders wenn Sie auf nicht asphaltierten Straßen unterwegs sind. Aber auch das gehört zu Ihrem Abenteuer dazu. Neben warmer Kleidung sowie ausreichend Essen und Wasser raten wir Ihnen, auch einen qualifizierten Fremdenführer mit auf Ihre Reise zu nehmen. Die Einheimischen sind ausnahmslos hilfsbereit. Natürlich können Sie viele Städte in der Mongolei auch mit nationalen Fluggesellschaften erreichen. Reiseunternehmen kümmern sich dann darum, dass Sie am Flughafen abgeholt werden.

In der Mongolei gibt es zahlreiche Banken und Geldautomaten. In den meisten Hotels, Restaurants und Kaufhäusern können Sie mit Visa und Mastercard zahlen. Reiseschecks können Sie bei der Trade and Development Bank of Mongolia eintauschen. Die Landeswährung heißt Tögrög und die Wechselkurse des Tögrögs schwanken. Bitte informieren Sie sich schon bei Ihrer Reiseplanung über den aktuellen Kurs. In den meisten mongolischen Kleinstädten und Städten gibt es Internet und Mobiltelefonempfang. Auch die meisten Touristencamps bieten diese Kommunikationsdienste an.

Eine Reihe von Mobilfunkanbietern, darunter Unitel, Mobicom, Skytel und G-Mobile, haben im ganzen Land GSM- und CDMA/EVDO-Netze aufgebaut. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie auf dem Land einen Hirten mit Satelliten-Smartphone sehen, auf dem er Nachrichten liest oder ein Spiel spielt, wenn er sich gerade nicht um seine Herde kümmern muss.